Die Verhaftung des regierungskritischen Künstlers Ai Wei Wei am 03. April und sein anschließendes Verschwinden haben in der ganzen Welt zu Protesten geführt. Ai Wei Wei, der sich in seinem Heimatland trotz seiner weltweiten Anerkennung zunehmend Repressalien ausgesetzt sah, war auf dem Weg nach Hongkong, als er auf dem Pekinger Flughafen an der Weiterreise gehindert wurde. Am 22. Juni kam der Künstler gegen Kaution wieder frei und erwartet inzwischen seinen Prozess.
Auf Initiative des kanadischen Kurators Steven Holmes versammelten sich nach einem facebook-Aufruf auf der ganzen Welt Unterstützer am 17. April mit “1001 Stühlen” vor den chinesischen Botschaften, so wie hier in Berlin. Die Anregung dazu hatte Ai Wei Weis Farytale-Projekt von der Documenta 2007 geliefert, bei dem 1001 Chinesen aus allen Schichten und Landesteilen nach Kassel eingeladen waren.
© M. Stoß 2011 für panoramanews.de

